Für das Hinterland gelten
andere Preise: "Der Unterschied bei vergleichbaren
frei stehenden Hausern betragt zwischen Hinterland
und Küste durchaus 100.000 Euro", sagt Bas
Mateike von der QSD Group. Interessenten sollten aber
auf die Lage achten.
In manchen hoher gelegenen Orten
kann es im Winter durchaus kühl werden. Dafür
ist die Landschaft oft grüner, und es lässt
sich noch echtes spanisches Dorf- und Kleinstadtflair
erleben. Begehrte Hinterlandlagen an der Costa Blanca
sind einige Gebiete westlich von Alicante (Hondon
de las Nieves, Alenda Golf, Sax und Villena) sowie
die Taler von Orba, Jalon und Pego weiter nördlich.
Nicht selten kann man dort in der Ferne sogar noch
das Meer sehen.
Dies verspricht etwa der Bau unternehmer
Michael Wilfert aus Jalon die Preise: 260.000 bis
280.000 Euro. Und in Adsubia errichtet die Firma Fincastyle
Landhauser mit historischen Materialien. Wer spanisches
Ambiente und günstige Preise im Auge hat, kann
sich allerdings auch fur die Costa del Azahar entscheiden.
Dort liegt ebenfalls das Hinterland
im Trend. Grundstücke mit jenen 10.000 Quadratmetern,
die als MindestgroBe zum Bauen erforderlich sind,
kosten 20 Kilometer von der Küste entfernt 35.000
bis 100.000 Euro. Grundstücksangebote im Küstenbereich
bei Peñíscola Benicarlo tendieren dafür
gegen Null. Apartments liegen dort bei mindestens
125.000 Euro.
Das Angebot ist reichhaltig. Besonders
wenn man weiter südlich nach Oropesa de Mar fahrt,
wo die "Marina d'Or" entsteht: ein Meerwasserkurbad
am Strand mit Hotels und geplanten 12.000 Wohneinheiten.
4.000 sind schon fertig. Die Preise liegen zwischen
180.000 und 250.000 Euro. Was also bleibt als Fazit?
Keine Frage dynamischer als auf den Ferienhausmarkten
in Valencia und Murcia geht es zurzeit nirgendwo in
Spanien zu.
Doch die Landreserven am unmittelbaren
Küstensaum sind weitgehend erschöpft, die
Preise in den Himmel geschossen. Noch bietet sich
das Hinterland als Alternative an. Aber die Sierras
setzen der Ausdehnung der Ferienhausbebauung klimatische
Grenzen, so dass die Preise fur Immobilien wohl selbst
bei Nachfrageeinbriichen nicht deutlich nachgeben
werden.  |