COSTA BLANCA SPECIAL
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"Nach den rasanten letzten Jahren stabilisieren sich jetzt die Preise"
Inga Bullmann, Promociones Dénia
 
"Innovative Konzepte sind gefragt, zum Beispiel für jung gebliebene Senioren"
Jan Wilborg,, Seahorse Projekte
 
"Zum Glück haben wir uns rechtzeitig mit guten Grundstücken eingedeckt"
Roland Noack, Mongomar Hausbau
 
"Auch an der Costa Blanca gilt: Die Banken bestimmen den Preis"
Willy Bär, Markler in Dénia
 
"Die Baukosten für solide Standartqualität liegen bei 1.050 Euro je Quadratmeter"
Martin Rothkirch, Bauunternehmer
 

Auch das im Vergleich zum Euro starke britische Pfund und die schwindelerregende Immobilienhausse in GroBbritannien befltigelten die spanischen Preise. Wer sein Reihenhauschen in einem Londoner Vorort verkauft oder beleiht, bekommt fUr das Geld in Spanien eine schicke Villa mit alIen Schikanen.


Noch ein ganz wichtiger Faktor ist der heimische Markt. Der Wohlstand wachst in España, und so kaufen sich immer mehr Spanier aus den groBen Städten und von der reichen Nordküste ein Feriendomizil. Die Banken machen die Entscheidung leicht. Die Hypothekenzinsen liegen derzeit bei drei Prozent. Offiziell beleihen die Finanzinstitute eine Immobilie maximal bis zu 70 oder 80 Prozent.

Aber da die Wertsteigerungen in den letzten Jahren so immens hoch ausfielen und davon ausgegangen wird, dass es auch in Zukunft so weitergeht, sind bei vielen Objekten selbst hundertprozentige Finanzierungen machbar. So werden Wohnungen in Strandnahe schon vom Plan weggekauft.

Banken und Bautrager locken mit einer verblüffend einfachen Musterrechnung: Eine 80 Quadratmeter groBe Neubauwohnung kostet 200.000 Euro. Bei einem Zinssatz von drei Prozent betragt die Hypothek ohne Tilgung 6.000 Euro im Jahr. Mit Wohnnebenkosten ist man bei bei jährlichen Kosten von 9.000 Euro.

In den Sommermonaten lässt sich das Apartment zwölf Wochen lang für mindestens 600 Euro vermieten, das ergibt Jahreseinnahmen von 7.200 Euro. Der Kaufer zahlt so nur noch 1.800 Euro pro Jahr und kann dafür sein Apartment neun Monate lang selbst nutzen. Spatestens in zehn Jahren ist die Immobilie das Doppelte wert. Dann verkauft man sie für 400.000 Euro, streicht 200.000 Gewinn ein und hat zu dem noch zehn Jahre lang fast umsonst ein Sonnendomizil besessen.

Rein theoretisch ein Supergeschaft, das bislang auch tatsächlich funktioniert hat und die Preise ordentlich anziehen liess. Solange die Nachfrage da ist, solange die Banken mitziehen, solange die Zinsen im Keller sind, so lange wird es auch so weitergehen. Bis Ende der neunziger Jahre kam ungefähr die Riilfte der Immobilienkaufer an der Costa Blanca aus Deutschland.

Diese Klientel hat sich jedoch aufgrund der schlechten Stimmung und der Rezession in der Heimat far gemacht. Derzeit stellt sie nur noch 20 Prozent der Kaufer. 70 Prozent machen zu ungefahr gleichen Teilen - die Briten und Spanier aus, die restlichen zehn Prozent kommen aus Irland, Holland, Belgien, der Schweiz und einigen anderen Ländern. Nun lasst sich nicht die gesamte Costa Blanca über einen Kamm scheren. Es gibt einfache, aber auch gute Lagen.

 

 

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